Inhaltsverzeichnis
- 1. Was ist eine Vorschubdoppelplatte (VDP)?
- 2. VDP vs. Bionator: Warum weniger oft mehr ist
- 3. Ein Multitalent: So funktioniert die VDP
- 4. Methoden-Vergleich: VDP, Bionator und Invisalign
- 5. Die moderne Alternative: Invisalign mit Precision Wings
- 💡Ihr nächster Schritt: Die schnelle digitale Einschätzung
- FAQ – Häufige Fragen zur Vorschubdoppelplatte
1. Was ist eine Vorschubdoppelplatte (VDP)?
In der Phase des kindlichen Wachstums lassen sich Fehlentwicklungen des Kiefers besonders sanft und natürlich korrigieren. Hierfür nutzen wir die sogenannte Funktionskieferorthopädie.
Die Vorschubdoppelplatte (kurz VDP) besteht aus zwei separaten Zahnspangen – einer für den Oberkiefer und einer für den Unterkiefer. An der oberen Spange sind kleine Metallstege angebracht. Wenn das Kind zubeißt, gleitet der Unterkiefer an diesen Stegen entlang automatisch in die richtige, weiter vorn liegende Position.
2. VDP vs. Bionator: Warum weniger oft mehr ist
Viele Eltern kennen aus ihrer eigenen Kindheit noch den klassischen Aktivator oder Bionator. Das sind einteilige, sehr voluminöse Kunststoffblöcke, die starr im Mund liegen. In unserer Praxis setzen wir stattdessen bevorzugt auf die Vorschubdoppelplatte.
Die entscheidenden Vorteile für Ihr Kind:
- Mehr Platz im Mund: Da die VDP aus zwei grazileren Einzelplatten besteht, bleibt der Zunge deutlich mehr Freiraum.
- Besseres Sprechen und Atmen: <span style=“color: red; „>Durch den verringerten Kunststoffanteil können Kinder mit der VDP deutlich klarer sprechen und freier atmen. >/span>
- Ruhigere Nächte: Die Spange wird nachts als viel weniger „klotzig“ oder störend empfunden, was die Trageakzeptanz (Compliance) bei Kindern drastisch erhöht.
3. Ein Multitalent: So funktioniert die VDP
Die Vorschubdoppelplatte erledigt gleich mehrere wichtige kieferorthopädische Aufgaben auf einmal. Das macht sie zu einem unverzichtbaren Instrument, das bereits bei Kleinkindern im Milchgebiss hervorragend funktioniert:
- Dehnung des Kiefers: Über integrierte Stellschrauben können beide Platten individuell geweitet werden. So schaffen wir den dringend benötigten Platz für bleibende Zähne und verhindern einen späteren Engstand.
- Korrektur der anterior-posterioren Achse: Die VDP trainiert die Muskulatur und lenkt das Wachstum. Ein fliehendes Kinn (Rückbiss) wird behoben, indem der Unterkiefer durch die Metallstege sanft, aber stetig nach vorne geführt wird, bis Ober- und Unterkiefer perfekt harmonisieren.
4. Methoden-Vergleich: VDP, Bionator und Invisalign
Welches System für Ihr Kind am besten geeignet ist, hängt von der individuellen Fehlstellung ab. Hier ist der direkte Vergleich:
| Eigenschaft | Vorschubdoppelplatte (VDP) | Bionator/ Aktivator | Invisalign (mit Precision Wings) |
|---|---|---|---|
| Aufbau | 2 getrennte Platten (Ober- & Unterkiefer) | 1 großer, massiver Kunststoffblock. | 2 transparente, feine Kunststoffschienen. |
| Tragekomfort | Sehr hoch, Zunge hat Platz, Sprechen fällt leicht. | Eher gering. Wirkt oft klotzig und schränkt die Zunge ein. | Maximal. Nahezu unsichtbar und extrem dünn. |
| Wirkung | Dehnt den Kiefer und schiebt den Unterkiefer vor. | Blockiert Fehlfunktionen und führt die Kiefer zusammen. | Begradigt Zähne präzise und schiebt den Unterkiefer vor. |
| Einsatzalter | Bereits bei Kleinkindern und im frühen Wechselgebiss. | Während des Hauptwachstums (Wechselgebiss). | Bei Kindern, Teenagern und Erwachsenen. |
5. Die moderne Alternative: Invisalign mit Precision Wings
Die Funktionsweise der Vorschubdoppelplatte ist medizinisch exzellent. Die moderne Kieferorthopädie hat dieses bewährte mechanische Prinzip mittlerweile in das digitale Zeitalter überführt.
Wenn Ihr Kind bereits etwas älter ist und sich eine komplett unsichtbare Behandlung wünscht, nutzen wir Invisalign Teen mit „Precision Wings“.
Dabei befinden sich an den Seiten der transparenten Alignerschienen kleine, integrierte Flügel (Wings). Wenn das Kind zubeißt, greifen diese Flügen ineinander und schieben den Unterkiefer genau wie bei einer VDP sanft nach vorne. Der riesige Vorteil: Die Schienen begradigen gleichzeitig und hochpräzise jeden einzelnen Zahn.
💡Ihr nächster Schritt: Die schnelle digitale Einschätzung
Möchten Sie wissen, ob für Ihr Kind eine Vorschubdoppelplatte oder die „unsichtbaren“ Invisalign Schienen mit Precision Wings die beste Wahl sind? Nutzen Sie ganz bequem unsere digitale Invisalign-Beratung für eine erste Einschätzung.
So einfach funktioniert es:
- Digitale Analyse starten: Klicken Sie auf unsere Online-Beratung.
- Geben Sie Ihre Postleitzahl ein: Machen Sie Ihren Erstberatungstermin bei einem Kieferorthopäden in Ihrer Nähe aus.
- Fachzahnarzt-Feedback erhalten: Bei dem Termin werten wir Ihr Gebiss aus und Sie bekommen direkt eine erste ärztliche Empfehlung und Ihre Vorher-Nachher Simulation von uns.
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FAQ – Häufige Fragen zur Vorschubdoppelplatte
Damit die funktionskieferorthopädische Spange das Wachstum effektiv lenken kann, sollte sie in der Regel nachmittags und die gesamte Nacht über getragen werden (etwa 14 bis 16 Stunden täglich). Für die Schule oder beim Sport wird sie einfach herausgenommen.
Nein. In den ersten Tagen ist das neue Gerät im Mund noch ungewohnt. Es kann zu vermehrter Speichelbildung und einem leichten Druckgefühl kommen, da die Muskulatur sich an die neue Kieferposition gewöhnen muss. Echte Schmerzen verursacht die Vorschubdoppelplatte jedoch nicht.
Die VDP ist besonders effektiv, solange sich das Kind im Wachstum befindet. Wir setzen sie sehr erfolgreich bereits bei Kleinkindern im Milchgebiss oder im frühen Wechselgebiss (ab ca. 6 bis 8 Jahren) ein, um die Weichen für ein gesundes Kieferwachstum frühzeitig richtig zu stellen.
Die Vorschubdoppelplatte sollte morgens und abends nach dem Tragen außerhalb des Mundes mit einer separaten, mittelharten Zahnbürste und kaltem bis lauwarmem Wasser gründlich abgebürstet werden. Verwenden Sie kein heißes Wasser, da sich der Kunststoff sonst verformen könnte.
Ja, bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in der Regel die Kosten für diese klassische funktionskieferorthopädische Behandlung, sofern die Fehlstellung gravierend genug ist (ab KIG-Stufe 3).
Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde nicht von Aligner- oder Dentalherstellern bezahlt und orientiert sich an wissenschaftlichen Fachgesellschaften.


