22. Februar 2021
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Unterschreitung der kieferorthopädischen Standards …warum braucht man Röntgenbilder in Kieferorthopädie?

Kieferorthopädin mit Patienten

Unterschreitung der kieferorthopädischen Standards …warum braucht man Röntgenbilder in der Kieferorthopädie? Wir erklären die neuesten Standards für eine ordnungsgemäße kieferorthopädische Behandlung.

Vielleicht haben Sie schon von dem Urteil gegen einen Beautyshop gehört, der kieferorthopädische Behandlungen anbietet. Die Firma wurde wegen Standardunterschreitungen in der Kieferorthopädie verklagt. https://www.dzw.de/lg-duesseldorf-bestaetigt-kritik-dr-smile. Es geht dabei um die Notwendigkeit des sogenannten OPGs. Das ist eine Röntgenübersichtsaufnahme. Daraufhin hat drsmile seine Vorgehensweise geändert und bietet nun nach eigenen Angaben OPGs an. Doch warum ist das OPG so wichtig? Was bedeutet in der Realität die Aussage Unterschreitung der kieferorthopädischen Standards.

Jeder Kieferorthopäde macht am Anfang der Behandlung ein OPG, um Entzündungen, Karies und Knochenabbau auszuschliessen.

Zudem kann man nur im Röntgenbild die Stellung der Zahnwurzeln erkennen. Im Mund sieht man immer nur die Zahnkrone. Es dürfte allgemein verständlich sein, dass man wissen muss, wie die Wurzel steht, um den Zahn im Knochen zu bewegen. Man erhält dabei wichtige und klinisch relevante Erkenntnisse. Wenn Zähne zum Beispiel  nur noch wenig im Knochen stehen oder eine Entzündung vorliegt, kann die Behandlung mit Zahnschienen bis zum Zahnverlust führen. Auch die Kiefergelenke sind auf dem Röntgenbild zu sehen. Wenn man zum Beispiel eine Kondylenhöhendiskrepanz nicht beachtet, kann man mit der Behandlung keine stabilen Behandlungsergebnisse erreichen. Es kann zu Kopfschmerzen oder einem Knacken im Kiefergelenk führen. Im schlimmsten Fall, kommt es zu einer Diskusverlagerung und man kann den Mund zeitweise nicht mehr öffnen. Das möchte natürlich niemand. Und deshalb hat das Gericht so entschieden. Trotzdem gibt es immer noch Firmen, die kein Röntgenbild vor der Behandlung machen.

Der Einfluss des Röntgenbildes entscheidet also maßgeblich die Therapie. Man kann zum Beispiel mit der  Zahnspange Zähne, die nur wenig Knochen haben, einfach von den Bewegungen ausschliessen. So dass auch schwierige Behandlungsoptionen gut gelöst werden. Ohne Röntgenbild bewegt man eventuell den Zahn noch mehr aus dem Knochen heraus und verursacht eine Lockerung, im schlimmsten Fall einen Verlust des Zahnes. Zähne dürfen nur im Knochen bewegt werden. Man tut sich keinen Gefallen, wenn man hier Geld sparen möchte.

Das haben auch die Richter so gesehen. Deshalb unterschreitet eine Behandlung ohne Röntgenbild den Standard in der Kieferorthopädie. In allen kieferorthopädischen Praxen, die ihr auf der ilovemysmile Seite findet, gibt es natürlich die Möglichkeit ein Röntgenbild anfertigen zu lassen. https://ilovemysmile.de/arztsuche/.

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