2. September 2021
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Was bedeutet der Begriff digitale Kieferorthopädie?

Wir lieben schöne Zähne

Was bedeutet der Begriff digitale Kieferorthopädie? Wir erklären, wie die Digitalisierung die Kieferorthopädie verändert. Die Bezeichnung digitale Kieferorthopädie ist ein Übergriff für rein computerbasierte Methoden und Verfahren in modernen kieferorthopädischen Praxen. Sie hat großen Einfluss auf die Arbeitsabläufe in den Praxen, auf die Kosten der Behandlung und auch auf die Zahnspangen.

Digitale Kieferorthopädie hört man jetzt immer häufiger. Doch was bedeutet der Begriff digitale Kieferorthopädie wirklich? Überall geht es jetzt um digital, natürlich auch in der Kieferorthopädie. Deshalb erklären wir heute den Begriff digitale Kieferorthopädie.

Was ist das besondere an digitalen Daten?

Man kann digitale Daten beliebig oft und ohne Qualitätseinbußen kopieren. Dadurch ist es möglich geworden, Kiefermodelle mehrfach zu benutzen und auf sehr viele Abdrücke zu verzichten. Das spart Zeit, Material und Geld. Zudem ist es umweltfreundlich. Eine Behandlung mit den Zahnschienen von Invisalign wie bei den Kieferorthopäden auf der ilovemysmile Seite wäre ohne digitale Modelle gar nicht möglich. Oder der Patient müsste nach jeden kleinen Schritt zu einem Abdruck in die Praxis kommen. Das ist sehr umständlich. Und auch kaum von Patienten zu managen. Außerdem wäre so eine Behandlung sehr teuer.

Auch Röntgengeräte sind heute digital. Neben der Verringerung der Dosis, was ein wichtiger Beitrag zum Strahlenschutz ist, können digitale Röntgenbilder beispielsweise sehr schnell an die Patienten und andere Ärzte weitergegeben werden. Außerdem entsteht kein chemischer Sondermüll, weil die Entwicklung und Fixierung von Röntgenfilmen entfällt. Digital bedeutet vielen Fällen obendrein „Green“. Wir schonen die Umwelt. Zudem können die Röntgenbilder einfach ohne Qualitätseinbußen verschickt werden. Die Aufbewahrung ist viel einfacher.

Online-Terminkalender https://ilovemysmile.de/arztsuche/ oder Videosprechstunden https://www.jameda.de/presse/pressemeldungen/?meldung=245 sind für berufstätige Patienten ohnehin eine sehr komfortable Form der digitalen Kieferorthopädie. Termine sind jederzeit buchbar. Sogar Nachts und in den Ferien. Mit der Videosprechstunde kann man seinem Arzt Fragen stellen ohne in der Praxis zu sein. Besonders in Corona Zeiten ein wichtiger Punkt. Die Infektionsgefahr ist null. Es ist praktisch. Man spart Zeit und auch hier wieder Kosten. Viele Ärzte bieten das Verfahren schon an.

Besonders spannend sind die Fortschritte, die in den letzten Jahren bei der digitalen Planung von kieferorthopädischen Behandlungen möglich wurden.

Bei schwierigen Fällen kann man jetzt sogar Behandlungsziele simulieren.  Dadurch kann man viel besser einschätzen, welche Spangen für den Patienten sinnvoll sind. Außerdem kann man zusätzlichen Maßnahmen sofort besprechen und erklären. Wir zeigen dem Patienten schon beim ersten Termin eine Vorher-Nachher Simulation. Viele Patienten lieben diesen Punkt der digitalen Kieferorthopädie. Es ist eine große Motivation. Mit SmileView kann man sogar die Veränderung im Gesicht sehen.

Am Anfang und am Ende der digitalen Kieferorthopädie steht aber immer der Patient und der Patient ist analog.

Auch wenn die digitale Kieferorthopädie sehr viele neue Möglichkeiten eröffnet, kann nur ein Kieferorthopäde, diese neuen Möglichkeiten am Patienten sinnvoll und schonend nutzen. Der Computer ersetzt nicht das Wissen des Fachzahnarztes.

Die besten Kieferorthopäden können heute beides.  Sie nutzen die Möglichkeiten der digitalen Kieferorthopäden, z.B. bei Behandlungen mit Invisalign, und beherrschen aufgrund ihrer Erfahrung auch die praktische Umsetzung am Patienten. Der direkte Patient Arzt Kontakt ist wichtig, nur so weiß der Arzt genau, was der Patient sich wünscht. Wie sein Gesicht aussieht. Wieviel Knochen er hat. Wieviel man zum Beispiel beim Lächeln sieht. Auch die Untersuchung der Kiefergelenke geht nur im direkten Kontakt vernünftig.

Man kann die Digitalisierung nutzen, um die Anzahl der Termine zu vermindern, ganz ohne Termine kommt man aber natürlich nicht aus. Noch hat das Ganze Grenzen. Denn eines ist sicher:

Patienten und Ärzte sind analog und das wird sich trotz des rasanten Fortschritts so schnell nicht ändern. Die digitale Kieferorthopäde wird sich aber sicher noch weiterentwickeln. Es bleibt spannend. Seien wir gespannt, was als nächstes kommt. Wir halten Sie auf jeden Fall auf dem Laufenden.

Dieser Beitrag stammt von Dr. Hendrik Fischbach. http://praxis-fischbach.de

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