HWS-bedingter Schwindel entsteht durch Fehlspannungen, Blockaden oder Instabilitäten der Halswirbelsäule. Typisch sind Schwindel bei Kopfbewegungen, Nackenschmerzen und ein Benommenheitsgefühl – ohne Befund im Innenohr.
Schwindel kann aus dem Bereich der Halswirbelsäule (HWS) kommen, insbesondere wenn die Nackenmuskulatur verspannt, die kleinen Halsgelenke blockiert oder Nerven bzw. Blutgefäße in der HWS beeinträchtigt sind. Bei der Halswirbelsäule kann der Druck auf Nervenbahnen oder Gefäße die Signalübertragung und den Gleichgewichtssinn stören, was zu Schwindel, Instabilität, Benommenheit, Unsicherheit beim Stehen oder Gehen führen kann. Bei manchen Betroffenen äußert sich der Schwindel als Drehgefühl, häufig in Verbindung mit Kopfschmerzen, Nacken- oder Schulterschmerzen, Sehstörungen, Übelkeit oder Ohrgeräuschen. Ein Bandscheibenvorfall im Halswirbelbereich kann ebenfalls Schwindel verursachen, weil er strukturelle Veränderungen mit sich bringt, die auf Nerven und Gefäße drücken. Eine genaue Diagnose durch Fachärztinnen ist wichtig; gängige konservative Behandlungen umfassen Physiotherapie, Schmerztherapie und gezielte Nackentspannung.
Inhaltsverzeichnis HWS Schwindel
- Was tun bei Schwindel durch HWS?
- Woher kommen Schwindel und Benommenheit?
- Welche Symptome bei Halswirbelsäulenproblemen?
- Woher kommt Drehschwindel im Liegen?
- Wie äußert sich ein Bandscheibenvorfall im Halswirbelbereich?
- Wie äußert sich eine Discusvorverlagerung im Kiefergelenk?
- Komisches Gefühl im Kopf durch HWS mit Schwindel?
- Halswirbelsäule
- Schwindel bei Kopfbewegung
- FAQ HWS Schwindel

Was tun bei Schwindel durch HWS?
Die HWS ist die Abkürzung für die Hals Wirbelsäule. Wenn Sie vermuten, dass Ihr Schwindel aus dem Bereich der HWS herrührt, dann können Sie direkt selbst ein paar Maßnahmen ergreifen.
- Wärme: legen Sie sich eine warme Wärmflasche oder ein Körnerkissen in den Nacken. Durch die Wärme können sich die Muskeln lockern und der Schwindel nachlassen.
- Massagen: leichte Massagen, die Sie sich selbst geben oder auch ein Partner für Sie machen kann, können die Muskeln ebenfalls lockern und die Spannung lösen.
- Dehnen: das Aufdehnen der Nacken- und Schultermuskulatur nach bspw. einer Wärmebehandlung tut ebenfalls gut.
Durch die Entspannung der Nacken- und Schultermuskulatur nimmt man oftmals auch direkten Einfluss auf den Schwindel.
Wenn diese ersten Maßnahmen nicht helfen, sollten Sie sich Hilfe bei einem Experten suchen. Dieser schaut sich Ihre Beschwerden ganz genau an und geht den Ursachen auf den Grund.

Woher kommen Schwindel und Benommenheit?
Schwindel und Benommenheit, die von der HWS herkommen, können unterschiedliche Gründe haben.
- Zum einen kann die Verspannung auf Nerven drücken. Dadurch können Signale nicht richtig transmittiert werden und auch Schmerzen entstehen.
- Zum anderen können auch Blutgefäße in Mitleidenschaft geraten. Wenn hier andauernd Druck ausgeübt wird oder ein Blutgefäß sogar teilweise abgedrückt wird, kann Benommenheit ein Symptom sein.

Welche Symptome bei Halswirbelsäulenproblemen?
Die Symptome bei HWS-Problemen sind nicht nur Schwindel sondern sind tatsächlich vielseitig.
- Schmerzen:
- im Kopf
- im Nacken
- in den Schultern
- im oberen Rücken
- Verspannungen der Muskulatur
- Kribbeln in den Händen oder Fingern
- Schwindel
- Benommenheit

Woher kommt Drehschwindel im Liegen?
Drehschwindel kann viele Ursachen haben. Meistens liegt eine Störung im Innenohr vor.
Diese kann dann aber auch durch eine Reizung durch das Kiefergelenk verursacht sein. Wenn dieses nicht richtig funktioniert und dauerhaft gereizt ist, kann es zu einer Entzündung kommen. Diese wirkt sich dann wiederum auch auf das Ohr aus.

Wie äußert sich ein Bandscheibenvorfall im Halswirbelbereich?
Ein Bandscheibenvorfall im Halswirbelbereich ist gar nicht so einfach zu diagnostizieren. Er kann sich durch Steifheit, Schmerzen in den Schultern, im Nacken oder im Kopf bemerkbar machen, sowie durch Kribbeln im Arm oder in den Händen. Es kann sich um einen stechenden, aber auch um einen dumpfen Schmerz handeln. Allerdings kann es auch zu Schwindel bspw. aus dem Bereich der HWS kommen. Es gibt einfach viele Symptome. Die einzige Klarheit kann hier durch ein MRT gewonnen werden. Hierbei kann der Arzt ganz genau sehen, ob es Auffälligkeiten gibt, die auf einen Bandscheibenvorfall hinweisen.

Wie äußert sich eine Discusvorverlagerung im Kiefergelenk?
Zeichen für eine Discusvorverlagerung im Kiefergelenk können ein Knirschen oder Knacken beim Kauen sein. Es schmerzt im Kiefer und kann bis ins Ohr strahlen. Denn es entsteht ein Entzündungsherd, der durch die ständige Reibung zu erklären ist. Manche Patienten haben sogar das Problem, dass sie ihren Mund nicht mehr vollständig öffnen können. Durch diese Vorverlagerung versucht der ganze Körper, den Schiefstand auszugleichen. Dadurch kommt es auch zu Verschiebungen in der Wirbelsäule und Folgebeschwerden. Darunter kann auch bspw. Schwindel aus der HWS sein.

Komisches Gefühl im Kopf durch HWS mit Schwindel?
Wenn Sie ein komisches Gefühl im Kopf und Schwindel durch HWS haben, dann sprechen Experten auch vom Halswirbelsäulensyndrom. Dazu kommen dann zusätzlich noch Benommenheit, Ohrengeräusche und vieles mehr. Wenn es bereits soweit bei Ihnen ist, sollten Sie schnellstens einen Arzt aufsuchen. Der kann Ihnen dann weiterhelfen oder Sie an anderen Experten wie einen Physiotherapeuten, einen Kieferorthopäden oder andere Fachärzte überweisen.

Halswirbelsäule
Die HWS besteht aus sieben Halswirbeln. Sie bildet den Sockel für den Kopf. Denn sie stabilisiert den Schädel und ist verantwortlich dafür, dass er sich auch in unterschiedliche Richtungen bewegen kann. Die einzelnen Wirbel werden außerdem von Bändern gestützt, die für den Zusammenhalt und die Beweglichkeit sorgen. Außerdem schützt die HWS das Rückenmark und die Blutgefäße, die zum Kopf steigen. Deshalb kann bei einer Schieflage in der HWS auch ein Schwindel ein Symptom sein. Da hier Druck auf die Blutgefäße ausgeübt wird.

Schwindel bei Kopfbewegung
Wenn jede Bewegung des Kopfes einen Schwindel auslöst, kann dies durchaus auch auf die HWS zurückzuführen sein. Sie führt alle zum Kopf steigenden Blutgefäße und auch Nervenbahnen. Kommt es hier zu Einschränkungen, kann es leicht zu bspw. Schwindel kommen. Auch das Innenohr kann betroffen sein. Denn in ihm liegt das Gleichgewichtsorgan, dass für unser Gefühl verantwortlich ist.

Wie äußert sich Schwindel von der HWS?
Der Schwindel von der Halswirbelsäule kann sich auf veschiedene Weise äußern. Es ist wichtig zu verstehen, dass die HWS eine Reihe von kleinen Gelenken und Nerven enthält, die den Kopf und den Hals stabilisieren. Wenn diese Gelenke oder Nerven beeinträchtigt sind, kann dies zu Schwindel führen.
Mögliche Symptome des HWS-Schwindels sind ein Gefühl von Instabilität oder Unsicherheit beim Stehen oder Gehen. Manche Menschen beschreiben es als Schwindelgefühl oder ständige Benommenheit. Andere berichten von Drehschwindel, bei dem sich die Umgebung um sie herum zu drehen scheint.
HWS-Schwindel tritt oft in Verbindung mit Nacken- und Kopfschmerzen auf. Manchmal kann er auch mit anderen Symptomen wie Sehstörungen, Übelkeit oder Tinnitus einhergehen. Die Symptome können sich bei bestimmten Bewegungen oder Körperhaltungen verstärken, zum Beispiel beim Drehen des Kopfes oder beim Überstrecken des Nackens.
Um den HWS-Schwindel zu behandeln, ist eine genaue Diagnose wichtig. Ein Facharzt kann mittels Untersuchungen und bildgebenden Verfahren feststellen, ob die Beschwerden tatsächlich von der HWS verursacht werden. Die Behandlung kann konservativ erfolgen und umfasst oft physikalische Therapie, entzündungshemmende Medikamente und Haltungsübungen. In einigen Fällen kann eine Operation erforderlich sein.
Es ist ratsam, bei anhaltendem Schwindel, insbesondere in Verbindung mit Nacken- und Kopfschmerzen, einen Arzt aufzusuchen. Nur ein Facharzt kann eine genaue Diagnose stellen und die richtige Behandlung empfehlen.
FAQ HWS Schwindel
HWS-Schwindel ist eine Schwindelgefühl, das durch Funktionsstörungen oder Verspannungen in der Halswirbelsäule ausgelöst werden kann, oft begleitet von Nacken- oder Kopfschmerzen.
Verspannungen, Blockaden oder Druck auf Nerven und Blutgefäße im Bereich der Halswirbelsäule können die Signalübertragung zum Gleichgewichtszentrum stören und dadurch Schwindel auslösen.
Typisch für HWS-bedingten Schwindel sind ein diffuses Schwank- oder Benommenheitsgefühl, Unsicherheit beim Gehen sowie begleitende Nacken-, Schulter- oder Kopfschmerzen. Oft tritt der Schwindel in Verbindung mit bestimmten Kopf- oder Nackenbewegungen auf.
HWS-Schwindel geht meist mit Nackenverspannungen, Bewegungseinschränkungen oder Haltungsschmerzen einher. Innenohr-Schwindel zeigt sich dagegen häufiger als plötzliches Drehgefühl, oft unabhängig von Nackenschmerzen. Eine ärztliche Abklärung ist wichtig, da sich die Symptome überschneiden können.
Ja. Blockaden der kleinen Wirbelgelenke, muskuläre Fehlspannungen oder eine dauerhaft ungünstige Haltung können die Reizverarbeitung in der Halswirbelsäule stören und dadurch Schwindel oder Benommenheit verursachen.
Ein Bandscheibenvorfall im HWS-Bereich kann Schwindel begünstigen, insbesondere wenn Nerven oder Gefäße beeinträchtigt werden. Häufig treten zusätzlich Schmerzen, Kribbeln oder Kraftminderungen in Armen oder Händen.
Eine ärztliche Abklärung ist immer dann sinnvoll, wenn der Schwindel neu, anhaltend oder zunehmend ist – insbesondere bei Begleitsymptomen wie starken Schmerzen, Taubheitsgefühlen, Sehstörungen oder neurologischen Auffälligkeiten.
Stress kann die Muskulatur im Nacken- und Schulterbereich dauerhaft verspannen. Diese erhöhte Grundspannung kann die Beweglichkeit der Halswirbelsäule einschränken und Schwindelgefühle verstärken oder überhaupt erst auslösen.
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Häufig kommen konservative Maßnahmen wie gezielte Physiotherapie, Mobilisation der Halswirbelsäule, Haltungsverbesserung, Entspannungsverfahren und Schmerztherapie zum Einsatz. Ziel ist es, Beweglichkeit und muskuläres Gleichgewicht wiederherzustellen.
HWS-Schwindel ist in vielen Fällen gut behandelbar und nicht dauerhaft. Unbehandelt kann er jedoch die Lebensqualität deutlich einschränken. Entscheidend ist eine frühzeitige und gezielte Therapie sowie das Erkennen begünstigender Faktoren wie Fehlhaltung oder Stress.
Weitere Infos zum Thema HWS und Schwindel
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